Warum OCM?
Warum OCM nutzt
Instandhaltung wird im Jahresturnus geplant, generalstabsmäßig abgewickelt und hat als Ziel maximale Anlagenverfügbarkeit. Das war einmal: OCM als neuer neuer Denkansatz bricht mit althergebrachten Dogmen und stellt die Anforderungen der Produktion zurück in den Mittelpunkt des Instandhaltungsgeschehens. So gelingt Instandhaltung „at the Right Cost“ und nicht „at any cost”.
Es geht um die Produktion: Alle Instandhaltung hat letztlich das Ziel, dass die Anlagen zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden. Warum also spielt ausgerechnet der Betrieb – mit seinen entsprechend der Marktschwankungen fluktuierenden Produktionszyklen – quasi kaum eine Rolle in üblichen Instandhaltungsstrategien? Stattdessen wird in der Instandhaltung auf Basis des Vorjahres geplant. Und Strategien werden einmal entwickelt und nie wieder angepaßt. Das ist weltfremd. Vorjahresbudgets sagen fast nichts über aktuelle und zukünftige Nachfrage, Produktionsvolumen und die geforderte Anlagenverfügbarkeit aus. Fakt ist: Die Instandhaltung ist vielerorts eine teure Black Box, die mit Erfahrungswerten und historischen Zahlen arbeitet. Das ist nicht allein Schuld der Instandhalter, da Silodenken und eine uneinheitliche IT- und Datenstrukturen den Austausch über Gewerkegrenzen hinweg erschweren.
Doch es geht besser: OCM fragt, welche Aufwendungen der Betrieb überhaupt benötigt und hilft dabei, aus einer statischen eine dynamische Instandhaltung zu formieren, in der alles – z.B. auch Budgets – in Echtzeit bewertet und vorausschauend anpasst werden. Das Ergebnis: Deutlich geringere Gesamtkosten, eine effizientere Durchführung und nicht zuletzt eine bedarfsgerechte Verfügbarkeit der Anlagen. Dafür ist es nötig, mit ein paar scheinbaren Dogmen zu brechen:
- Instandhaltung darf keine Black Box sein, die hauptsächlich nur von den Ingenieuren verstanden wird. Performance-Gaps müssen permanent transparent sein - auch wenn das "unbequem" ist..
- 100% Verfügbarkeit ist extrem teurer und auch nicht immer erforderlich – „All in“ können Sie beim Poker gehen - nicht im Business. Unternehmen, die alle Ausfallrisiken heraus-erngineeren möchten, zahlen einen hohen Preis dafür. Und dennoch fallen die Anlagen aus. Warum? Dazu später mehr.
OCM versetzt sie mit drei Schritten und sechs einfachen Prinzipien in die Lage, aus ihrer aktuellen Instandhaltungsorganisation ein High-Performance Team zu entwickeln. Die drei Schritte lauten:
- Observe - Verstehe deine Anlage und identifiziere das wahre Problem.
- Connect - Verbinde Produktion und Instandhaltung
- Move – Bewege deine Menschen und baue Follower auf
Zu den drei Schritten gehören die sechs wesentlichen Grundprinzipien von OCM. Wobei die Grundprinzipien in allen drei (OCM-)Schritten zur Anwendung gelangen. Wichtig ist, dass es sich bei den OCM-Prinzipien um keine neue Methodik handelt – so wie z. B. RCM, TPM oder andere – die statisch und strukturiert vorgeben, was zu tun ist. Die Grundidee der sechs Prinzipien bestehen darin, dass sie flexibel anwendbar sind und im täglichen Denken und Handeln der Instandhaltung einfach angewendet werden können. So entfalten sie schnell ihre Wirkung. Hier kurz zusammengefaßt die sechs OCM-Prinzipien:
1. Think Zero-Based
Denke Instandhaltung konsequent von Null aus.
Akzeptiere kein „Das haben wir immer so gemacht“, sondern prüfen Sie jede Maßnahme neu auf ihren Wertbeitrag.
2. Act Demand-Driven
Richte die Instandhaltung am tatsächlichen Bedarf aus.
Nicht jede Anlage, jedes Risiko und jede Maßnahme verdient die gleiche Aufmerksamkeit – entscheidend ist der konkrete Beitrag zu Verfügbarkeit, Risiko und Ergebnis. Steuern sie das dynamisch und nicht statisch.
3. Be Forward-Looking
Schaue zu 80% deiner Zeit nach vorn, nicht zurück.
Verschwende deine Zeit nicht mit endlosen Analysen vergangene Ausfälle, sondern erkenne frühzeitig, welche Störungen in den nächsten Wochen und Monaten drohen – und wie sie verhindert werden können.
4. Are Prescriptive
Beschreibe nicht immer ausführlicher Aktivitäten, sondern erwartete Ergebnisse.
OCM fragt nicht: „Welche Maßnahme fehlt auf der Liste?“, sondern: „Welches Ergebnis soll diese Entscheidung bewirken?“
5. Benchmark Your Performance Instantly
Mache die Performance jederzeit finanziell sichtbar.
Zeige in Echtzeit auf, wo Wert verloren geht, wo Potenzial liegen bleibt und welche Maßnahmen den größten Ergebnisbeitrag leisten.
6. Strategy is Key
Verankere das Asset Management durch einen klaren strategischen Plan.
Ja, Execution ist wichtiger als Strategie. Doch ohne eine klare Strategie, kann es keine gute Execution geben. Definiere klare Ziele, Kennzahlen und Initiativen so, dass Anlagenentscheidungen direkt mit der Unternehmensstrategie verbunden sind.